Zu viel Strom

…. ist selten gut, besonders nicht bei einem Motorrad. Bei der grauen Enfield ist mir schon länger klar, dass beim Einschalten des Fernlichtes beide Fäden der H4-Birne zusammen leuchten. Der Ausschlag des Amperemeters geht dabei logischerweise weit in den negativen Bereich.

Das Zusammenleuchten beider Glühfäden ist auch so nicht vorgesehen, da soll lediglich umgeschaltet werden. Der Fehler kann also nur in der Verdrahtung des Lichtschalters liegen.

Als es dann während meines Gang zum Wahllokal noch anfängt zu regnen, ist klar: Ab in die Werkstatt.

Bereits gestern sind zwei wunderbare Sicherungskästchen angekommen. Höchste Qualität aus dem Bootsbau, das sieht und fühlt man regelrecht. Also Schluß mit den fliegenden Sicherungen und Ordnung in die Elektrik gebracht – das ist mein Ziel.

Ein wenig umverdrahten, einige Leitungen entfernen, andere neu legen und ruckzuck sind die Stromkreise abgesichert. Die neue Gel-Batterie von Polo kommt in die linke Toolbox, weil sich der an sich sehr schöne Einbauort hinter dem Getriebe nicht dauerhaft bewährt hat.

Jetzt aber an den Lichtschalter. Der geht schon mal sehr schlecht heraus, weil der Schalter mit einem modifizierten Gummi in die Casquette eingelassen ist. Nach ein wenig messen ist auch klar, wo der Fehler liegt: Die Anschlüsse von Plus und der Rücklichtanschluß sind vertauscht.

Jetzt wird ordentlich zwischen den beiden Fäden der H4-Lampe umgeschaltet, und das reduziert die Wärmeentwicklung im Scheinwerfer bei eingeschaltetem Fernlicht enorm – um mehr als 50%. So soll es sein.

Nach 5 Stunden Arbeit ist äußerlich nichts von meinem Schaffen zu sehen.

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