Zu fett

…… das ist das Resümee des heutigen Versuches. Konkret geht es darum herauszufinden, ob es möglich ist, zwei 125 ccm Motorroller auf einem kleinen Hänger zu transportieren.

Zu diesem Zweck begebe ich mich gegen 10:00 bei unvorstellbar schönem Frühlingswetter mit der Vespa zu Jürgen nach Reiskirchen.

Bereits vor 10:00 zeigt sich der Tag von seiner besten Seite – aber Obacht, im Moment sind es gerade mal 18°C. Die Vespa springt nach der langen Winterpause anstandslos an, obwohl ich nicht mal die Batterie geladen habe.

Bei Jürgen werde ich zunächst von einem neuen Familienmitglied begrüßt: Ruby ist eine stattliche Riesenschnauzer-Hündin und hat die Aufgabe, das Haus zu bewachen. Dann wird Jürgens Hänger hervor geholt und wir fahren die Vespa darauf. Das passt natürlich locker, aber es zeichnet sich ab, dass der verbleibende Platz für den Honda Spacy zu klein ist. Oder anders formuliert: Die Vespa ist zu fett!

Trotzdem hieven wir den Spacy auch noch auf den Hänger, geben aber sehr schnell auf. Das ist alles viel zu knapp und wir möchten ja auch kein Blech oder Plastik zerkratzen.

Jetzt ist also klar, dass ein größerer Hänger beschafft werden muss – kein Problem für Jürgen, er hat bereits einen in der Hinterhand.

Anlaß der sonntäglichen Übung ist eine geplante Reise im Juni nach Österreich, unser beider Lieblingsurlaubsland. Und nach MZ 500 und Triumph Thunderbird werden wie diesmal mit zwei Rollern auf Tour gehen, nämlich mit meiner Vespa und Jürgens Honda Spacy. Es wird in das Gebiet um den Semmering gehen, also das Grenzgebiet zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Und weil es dort so viel zu sehen gibt, nehmen wir die langsamen Roller, um auf keinen Fall in den Rausch der Geschwindigkeit zu verfallen.

Jetzt drehe ich noch eine längere Schleife im Raum Reiskirchen/Lich und drifte dann ab nach Laubach, wo ich mir im Industriegebiet ein paar PKW ansehen möchte. Bin nämlich auf der Suche nach einem einfachen Auto mit so wenig elektronischem Schnickschnack wie möglich. Von meinem ersten Gedanken, einem Dacia, bin ich dann doch wieder abgekommen. Bei Volvo, Seat, Ssangyong und Isuzu werde ich nicht fündig.

Bei Hyundai schon eher, die haben einen sehr hübschen Kombi.

Etwas abseits der chromglitzernden Neuwagen stoße ich auf einen hübschen, aber mir völlig fremden Kombi. Den schaue ich mir näher an, und …….

….. stelle fest, dass dies ein MG ist. Dieses Auto ist mir wirklich total fremd. Könnte mir aber dennoch gefallen, wenn dieses Exemplar nicht derart herunter geritten wäre. Der MG steht offensichtlich schon sehr lange hier. Also wirds erst einmal nichts mit einem neuen Auto und ich bleibe einfach bei meinem kleinen Fiat 500.

Die restlichen Kilometer bis nach Hause nehme ich durch das Horlofftal. Nach knapp 100 km endet dann mein erster Ausritt des Jahres 2017. Ohne den Leistenbruch hätte ich in den letzten drei Wochen locker 1000 Kilometer abreissen können, so aber bin ich froh, dass die Fahrerei überhaupt so schnell wieder klappt.

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