Fast zwei Tage

….. habe ich gestern und heute an der Elektrik der grauen Enfield herum gebastelt.

Nicht etwa, weil irgend etwas defekt war, nein, keineswegs, alles funktioniert einwandfrei. Aber durch einen kleinen Rückbau wollte ich den Verhau unter der Sitzbank etwas entschärfen.

Genau genommen habe ich nur die Batterie und ein paar Elektrobauteile wie Sicherungen und Relais in die linke Toolbox gebaut. Zwangsläufig konnten so einige Kabel in der bisherigen Elektrozentrale unter der Sitzbank verschwinden. Und das sollte optimiert werden.

Seltsamerweise sah das ganze aber am Ende des Tages keinen Deut ordentlicher aus als vorher. Und noch schlimmer: Das Amperemeter zeigte keine Ladung mehr an, nur noch Entladung. Hatte ich vielleicht doch etwas verändert? Ja, hatte ich, und zwar hatte ich die Referenzspannung für den Regler jetzt vor dem Zündschloss, also direkt hinter der Batterie, entnommen. Also zurück gebaut und schon zeigt das Amperemeter wieder brav sowohl Ladung als auch Entladung an. Nur verstehen tue ich das bis jetzt nicht.

Also ganz klar: Heute ich schraubermäßig nicht unbedingt mein Tag. Ich seh das ein, beende die Arbeit und gehe nach 16:00 auf eine nachmittägliche Probefahrt. Das Wetter ist an diesem ersten Tag des offiziellen Herbstes wunderbar – runde 20°C und viel Sonne. Wurde auch Zeit nach dem Mistwetter der letzten Tage – oder waren es gar Wochen?

Zuerst tuckere ich hoch auf den Hoherodskopf, wo motorradmäßig einiges los ist – das gute Wetter machts.

Eine schöne W800 parkt hier.

Die neue Africa Twin stufe ich zwar nicht als schön ein, aber zweifellos kommt die Honda sehr edel rüber. Ist bestimmt ein unglaublich gutes Motorrad, das aber auch seinen Preis hat.

Dann umrunde ich den Hoherodskopf quasi komplett und suche hier nahe Grebenhain den Rhönblick, der hier häufig möglich ist – heute aber nicht, dazu ist es zu diesig. Das wiederum lässt darauf schliessen, dass das Wetter morgen noch einmal so schön wird wie heute. Und auch ohne Rhönblick erinnert mich dieser Ort daran, dass ich in diesem Jahr mit der Grauen noch einmal die Hochrhönstrasse befahren möchte. Schätze, da muss ich mich ran halten.

Weiter fahre ich über die B276 bis kurz vor Gedern, biege dann nach Schotten ab und drehe meine Runden weiter bis Nidda. Von da aus geht es dann ins Horlofftal, wo ich gerade mal wieder einen Blick auf Stornfels geniesse.

Zwischen Gonterskirchen und Freienseen habe ich bis auf 3 Kilometer die runden 100 voll gemacht. Mit einem letzten Umweg über Altenhain knacke ich diese magische Marke noch eben und dann bin ich kurz vor 19:00 wieder zu Hause. Es ist bis in den Abend schön warm geblieben, die Elektrik hat zu 100% funktioniert und ich fühle mich wesentlich besser als noch am Mittag. So soll es sein.

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