Ein Ort der Ruhe

So einen Ort brauche ich heute – und zwar dringend. Liegts am Wetter, am Biorythmus oder einfach an meinem Kopf – ich weiß es nicht.

Tatsache ist aber, dass ich heute überhaupt keine innere Ruhe habe. Das nervt, aber ich weiss, dass das beste Mittel dagegen eine Fahrt mit einem indischen Langhuber ist. Das ist der Grund, warum ich mir trotz 31°C am Nachmittage meine Enfield No.1 schnappe und einen ganz speziellen Ort der inneren Einkehr und Ruhe anfahre.

Solche etwas mystischen Orte der Ruhe kenne ich ja nun einige, aber erst letzte Woche habe ich einen neuen entdeckt: Eine Teichanlage zwischen Heimertshausen und Angersbach.

War schon die Fahrt an diesen Ort äußerst entspannend, so ist die nächste Stunde quasi tiefenentspannend. Ich setze mich an den Teich, schaue ins Wasser, auf die Wolken oder die Enfield, beobachte das Spiel der Insekten und spüre, wie mich eine tiefe innere Ruhe überkommt. Dieser Ort ist wirklich dazu geeignet, den Alltagsmüll zu vergessen.

Nach etwas einer Stunde fühle ich mich wieder gewappnet für die Heimfahrt und mache mich auf den Rückweg.

Langsam und mit vielen Umwegen und Schlenkern fahre ich weder an den Rand es Vogelsberges zurück. Dabei besuche ich diesen Ort zwischen Zeilbach und Oberohmen, an dem ich vor etwa 8 Jahren das erste Foto meiner grauen Enfield anlässlich der Probefahrt geschossen habe.

Nach guten 100 Kilometern ist diese kleine Reise wieder beendet. Ich fühle mich besser, hatte meinen Fahrspaß und meine Ruhe ist zurückgekehrt. So soll es sein.

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