Durch den Kiebitzgrund

Für heute steht eine Fahrt in und durch den Kiebitzgrund auf dem Programm, die bereits um 5:00, spätestens aber um 6:00 beginnen soll.

Naja, große Pläne, aber die Rentner-Realität holt mich dann morgens zurück auf den Boden. Ende vom Lied ist, dass ich um 9:00 die graue Enfield starte – immerhin.

Aber auch um 9:00 habe ich noch viele Strassen für mich allein! An Mücke vorbei, durchs Feldatal und durchs Schwalmtal – da bin ich fast überall allein auf der Strasse. Und angenehm kühl ist es auch noch. Erst in Lauterbach, der grossen Kreisstadt, ist richtiger Verkehr.

Ein erster Stopp, um das gewaltige Holzwerk bei Wallenrod mal wieder in Augenschein zu nehmen. Scheint wieder größer geworden zu sein.

Nun geht es auf Schlitz zu. Das Schlitzerland ist geprägt von einer ganz sanften Hügellandschaft, die mich jedes mal an die Heimat der Teletubbies erinnert. Aber das ist natürlich eine unzulässige Reduzierung dieser schönen Gegend auf das Unwesentliche.

Am Großen Moor bei Großenmoor bin ich bereits im Kiebitzgrund. Heute entdecke ich am Rande des Moores diesen hübschen Rastplatz, an dem ich einen Augenblick verweile.

Hier bin ich nicht nur in der Ruhe und Stille des Moores, sondern bekomme noch interessante Informationen und das Moor.

Interessant!

Allerdings widme ich mich mehr dem Chillen als meiner Bildung.

Allzu lang wird die Pause aber nicht, denn bei der grössten Hitze möchte ich schon wieder zu Hause sein – also weiter.

Über Hechelmannskirchen, Langenschwarz und Unterschwarz fahre ich durch das traumhafte Waldstück in Richtung Solms. Mitten im Wald findet sich ein kleiner Teich, der ……….

………. einem Märchen entsprungen sein könnte.

Weiter geht die Fahrt über Niederjossa und Breidenbach, wo mich eine Umleitung in Richtung Ibra und Oberaula zwingt. Macht aber gar nichts, denn die Gegend ist auch dort sehr schön.

Im Wald Richtung Ibra.

Durch die Umleitung fahre ich am Knüllgebirge entlang bis Schrecksbach und dann durchs schöne Antrifttal. An einem meiner Lieblingsplätze zwischen Holzburg und Fischbach werfe ich noch einen Blick zurück auf Knüll und das Hessische Waldland. Bis hierhin habe ich schon 200 Kilometer hinter mir, die unglaublich angenehm und entspannend waren. Jetzt aber kommt die große Hitze und ich nehme die letzten 40 Kilometer unter die Räder.

Meine brave Bullet No.1 hat mich ohne Mucken und Zicken wunderbar durch die Landschaften von Vogelsberg, Kreis Fulda, Hersfeld-Rotenburg und der Schwalm getragen. Aus unserer ersten gemeinsamen Beziehung bin ich da anderes gewohnt. Aber so wie heute ist es prima, und entsprechend viel Spaß hatte ich bei der Fahrt. Dafür gibt es gleich noch ein bisschen Fahrzeugpflege.

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