Knackig kalt

Genau so ist dieser heutige Sonntag: Knackig kalt, dazu trüb, grau und Nebelverhangen.

Weil es aber ab Mittag besser und sogar etwas sonnig werden soll, kicke ich heute meine Schwarze, die No.2 an und gehe auf eine kleine Ausfahrt. Eine Ahnung sagt mir nämlich, dass ich in diesem Jahr nicht mehr mit sehr vielen schönen Tagen rechnen sollte. Gut möglich also, dass dies die letzte Fahrt des seltsamen Jahres 2020 wird. Also nehme ich mir vor, am Ende der heutigen Fahrt den Tank bis oben voll zu machen und anschliessend ein Schnapsgläschen Bactofin dazu zu kippen - dann wird noch etwas gereinigt und geölt, und dann wäre das erste meiner drei Zweiräder quasi winterfetig. Ein guter Plan, aber jetzt wird erst einmal gefahren.

Schon nach wenigen Kilometern wird klar: Heute bin eine Kleinigkeit zu leicht bekleidet. Hab wohl immer noch die Hitze des Sommers im Kopf und noch nicht realisiert, dass es im Vogelsberg mal so gerade 8°C sind - und das am Mittag. Aber egal, das ziehe ich heute durch und weiche erst mal aus in Richtung Wetterau. Bekanntlich ist es da fast immer etwas wärmer als im Vogelsberg.

Zwischen Hoherodskopf und Schotten ist es besonders ungemütlich, die Temperatur sinkt noch weiter ab und der Nebel lässt das Visier beschlagen. Aber die Strassen sind trocken, die Enfield läuft schon und so habe ich doch ein wenig Spaß an der Fahrt.

Über Glashütten und Hirzenhain bin ich nun in der Wetterau, aber der erhoffte Wärmegewinn bleibt aus. Ein paar mal zeigt sich sogar ein Hauch von Sonne, aber sie ist kraftlos und schafft es nicht, die Luft nachhaltig zu erwärmen.

Nach etwa 80 Kilometern wirds mir dann langsam zu kühl und ich drehe ab in Richtung Heimat. Auf der Mücke wird dann der Tank gefüllt .....

..... und ein paar Kilometer weiter und zurück in der heimischen Werkstatt gibt es den Schuss Bactofin.

Auch den kleinen Service ziehe ich noch durch. Aber dann ist es genug und mich ziehts ins Warme.

Insgesamt habe ich heute dann doch gute 100 Kilometer zurückgelegt, die meisten davon unter leichtem Frösteln. Ich hoffe ja immer noch auf ein paar richtig schöne Oktobertage, an denen ich dann meine No.1 und die Vespa bewegen und dann in den Winterschlaf schicken kann. Wir werden sehen.

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