Von Blau nach Grau

Die unglaubliche Hitze der letzten Tage soll heute langsam abklingen und ab morgen gibt es dann einen Temperaturabsturz. Diesen Tag, also heute, muß ich nutzen – komme was da wolle.

Insgesamt sieht das Wetter ja gar nicht übel aus, und wenn ich jetzt noch einen Wetterdienst im Internet finde, der mir geringe Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert, dann, ja dann, werde ich mich auf eine Ausfahrt begeben. Und tatsächlich werde ich bei www.meteoblue.com fündig, der mir lächerliche 20% vorhersagt. Das ist quasi nichts, also auf gehts‘.

Hoch nach Ulrichstein, von dort aus wieder herunter über Stumpertenrod ins Feldatal, weiter durchs Schwalmtal und dann via Rainrod in den Altkreis Alsfeld. Ist eine richtig schöne Route, wo sich Waldstücke ……….

….. mit offenen Abschnitten abwechseln. Hier kann es nicht langweilig werden, wozu auch der recht geringe Verkehr beiträgt.

Den Altkreis Alsfeld befahre ich zum Teil auf solchen Sträßchen.

Am Wasserwerk nahe Hattendorf schaue ich mal eben nach dem Ölstand – ist OK.

Der Altkreis ist durchzogen von solchen Strassen, und viele davon sind sogar frisch erneuert – sehr löblich.

Weiter führt mich mein Weg ins Antrifttal, wo ich plötzlich bemerke, dass der sanfte Wind einer rauen Brise gewichen ist. Und von der Sonne ist auch nichts mehr zu serhen. Das allerschlimmste aber: Ich bekomme ein paar dicke Tropfen ins Gesicht. Deshalb beschleunige ich die Enfield und mit erhöhtem Tempo durchquere ich das Antrifttal, um erst hier am Hainbach nahe Elpenrod wieder anzuhalten. Habs wirklich geschafft, dem Regen zu entkommen.

Da bleibt sogar noch Zeit für ein Foto an der alten Brücke über den Hainbach.

Kurz vor der heimatlichen Scheune fällt es mir auf: Der blaue Himmel ist verschwunden! Der gesamte Vogelsberg liegt unter einer grauen Decke und der Gedanke liegt nahe, dass es sich dabei um Regenwolken handelt.. Jetzt wird ohne weitere Umwege der Heimatort angefahren. Dort putze ich den gröbsten Dreck von der Enfield, schmiere die Kette, poliere ein bisschen am Chrom herum – und noch nicht eiinmal 15 Minuten später kommt er, der große Regen. Wie ich das Wetter kenne, bleibt der uns erst einmal erhalten – umso wichtiger waren diese 140 wunderbaren Kilometer heute.

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