Rollout mit No.2

Das dritte Rollout des Jahres 2018 erlebe ich mit meiner Enfield No. 2, der Bullet 500ES. Nach einem verregneten Tag gestern ist das Wetter heute wieder schön – sogar besonders schön:

Keine übertriebene Hitze, ein bisschen sonnig, ein bisschen bewölkt, einfach ideal für eine Motorradfahrt. Und wie schon im letzten Jahr bevorzuge ich derzeit wieder die Fahrten am Nachmittag und ruhig ein wenig in den Abend hinein.

Zuerst aber bekommen meine beiden Bullets neue Ventilkäppchen – ein wirklich wichtiges Utensil. Und ich schwöre: Die Kappen mit dem Union Jack hab ich nur gekauft, weil die Teile mit der indischen Flagge nicht verfügbar waren.

Dann der Rollout: Benzinhahn öffnen, Choke ziehen, keine Zündung, ein paar mal langsam mit gezogenem Dekompressionshebel den Kickstarter durchtreten – dann Zündung ein und kicken. Beim zweiten Tritt läuft die Endfield und tuckert brav im Standgas vor sich hin. Perfekt!

Wie schon vor zwei Tagen meine graue Enfield, so läuft auch No. 2 heute unglaublich gut. So gut, dass ich erst nach mehr als 50 Kilometern eine Pause einlege. Nach einer Runde über Schotten, Gedern und Hirzenhain bin ich jetzt wieder über Kaulstoß und Burkhards in Richtung Schotten unterwegs. Den Stopp lege ich am Alpaka-Gehege nahe Breuningshain ein. Die hübschen Alpakas ignorieren mich heute und bleiben auf Abstand.

Zunächst weiche ich dann Schotten aus und fahre über Busenborn, Eschenrod und Wingershausen dann doch in die schöne Vulkanstadt. Hier stehe ich mitten in der Wingershäuser Schweiz, einem wirklich sehr schönen Fleckchen Erde.

Vor wenigen Tagen war es im gesamten Vogelsberg noch widerlich kalt, aber jetzt zeigen sich die Boten des Frühlings überall.

In der Wingershäuser Schweiz verweile ich ein wenig, und beim Blick über meine Anzeigeinstrumente fällt mir wieder ein, was ich im Winter versäumt habe: Ich wollte das Amperemeter gegen eine weiße Ausführung tauschen, damit alle Instrumente eine einheitlich weiße Skala haben. Mach ich am nächsten Regentag, also morgen.

Das heutige Rollout ist gleichzeitig mein erster Besuch in diesem Jahr am Falltorhaus. Ist zwar nicht viel los, aber dennoch halte ich kurz an.

Irgendjemand hat diesen wundervollen Akita Inu mitgebracht, der vorm Falltorhaus liegt, als wäre das schon immer sein Job gewesen. Der Bursche ist eindeutig mein Star heute.

Und immerhin ist eine echte Engländerin am Platze: Eine sehr ansprechend lackierte Triumph Thruxton.

Durch den Laubacher Wald geht es dann in Richtung Heimat. Dieses Rollout mit No. 2 hat mir deutlich über 100 Kilometer gebracht, von denen ich nicht einen Meter missen möchte.

Morgen soll es ja wieder einen verregneten Tag geben, aber dann am Wochenende wird’s wieder schön. Da kann ich das nächste Rollout angehen, diesmal mit der Honda 500 XBR. Dann hätte ich meinen kleinen Fuhrpark durch.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag