Jetzt vorn mit Dämpfung

Und ich kann euch sagen: Das ist spürbar, deutlich spürbar!

Hatte ja gestern das Gabelöl meiner Schwarzen erneuert und dabei höchst wahrscheinlich noch indisches Originalöl abgelassen. Schon im Stand arbeitet die Gabel wie einst im Mai und heute werde ich auf einer Testfahrt erleben, was eine Dämpfung in der Praxis bewirkt.

Mein Ziel ist (mal wieder) der Antrifttal-Stausee – nur werde ich heute einen völlig anderen Weg dorthin nehmen. Also nicht den Kirtorfer Wald, sondern eine Route über Ulrichstein, das Feldatal und Romrod. Hier stehe ich quasi im Nirgendwo zwischen Alsfeld, Billertshausen und Leusel.

Kurz darauf bin ich bereits am Stausee – und mein gefühlt ewig langer Umweg hat nur knappe 50 Kilometer gedauert. Der Vogelsberg ist einfach zu klein für mich und meine Enfield.

Am Stausee gibt es bei Michaela einen schöne Cappuccino und ich lasse meine neu erworbene Vorderrad-Dämpfung Revue passieren. Natürlich ist das beim Fahren extrem spürbar – allerdings zeigt sich jetzt um so mehr die mangelhafte Dämpfung der hinteren Federbeine. Klar, bei den Geschwindigkeiten der Enfield ist mangelnde Dämpfung kein echtes Problem, aber schöner fährt es sich einfach gedämpft. Die eingebauten indischen Federbeine von Armstrong sind ja bekannt schlecht, aber man hört, dass es von YSS guten Ersatz gibt. Damit werde ich mich mal näher beschäftigen.

Ich mache mich auf den Rückweg, auf dem ich die Umwege noch weiter ausbaue. Dabei komme ich auch auf Sträßchen, die ein wenig anmuten wie südenglische Roads: Schmal und oft regelrecht zugewachsen.

Wird zwischen Oberbreitenbach und Storndorf tatsächlich Pfefferminze angebaut?

Immer wieder passiere ich frisch gemähte Wiesen – ich liebe diesen Geruch.

Ab und zu verlasse ich auch den Asphalt der Straße und bewege mich auf Wirtschaftswegen weiter. Nach 130 Kilometern ist dann meine Testfahrt beendet und ich kann bestätigen: Gedämpft fährt sich’s besser.

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