6 Kilo weniger

….. genau so viel Gewicht habe ich bei der schwarzen 500ES eingespart. Und das ohne Tuningmaßnahmen, ohne bei mir selber abzuspecken und ohne aufwändigen Leichtbau – einfach durch den Wechsel des 14 AH AGM-Akkus gegen den Lithium-Ionen-Akku.

Und glaubts oder lasst es bleiben: Diese 6 Kilo weniger merke ich sogar beim Aufbocken auf den Hauptständer!

Weil der Praxistest der so erleichterten Enfield noch aussteht, mache ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg. Das Wetter ist mit etwa 28°C zwar nur 2°C kühler als gestern, aber die sind spürbar und machen sich im wesentlich angenehmeren Fahrklima bemerkbar.

Zuerst kreuze ich ein wenig durch den Vogelsberg und nutze die Walddurchfahrten zu einem Blick auf mein provisorisches Voltmeter. Aber hier ist alles im grünen Bereich: Die Ladespannung übersteigt zu keiner Zeit 13,7 Volt und liegt meist sogar ein wenig darunter. Also habe ich Grund zu der Hoffnung, dass mein indischer Regler den neuen Akku nicht zerkocht. Der Hersteller weisst mehrfach darauf hin, auf keinen Fall mit 15 V und mehr zu laden.

Zwischen Heimertshausen und Angersbach finde ich mehrere Forellteneiche, die schön abseits liegen. Hier lasse ich mich glatt für ein Stündchen nieder und beobachte die blauen, grünen und grauen Libellen, bunte Falter und wusellige Wasserspinnen. Hätte nicht viel gefehlt, und ich wäre eingenickt.

Aber das mache ich nicht, sonder folge diesem Feldweg bis Angersbach, um dann ins Antriffttal abzubiegen. Die Seeterassen lasse ich gleich rechts liegen, weil komplett überlaufen. Statt dessen treibe ich noch ein wenig durch die Landschaft und habe am Ende der Fahrt glatte 150 Kilometer mehr auf dem elektronischen Tacho. Und das Wichtigste: Akku und Regler haben prima gearbeitet.

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