2010: Einmal den Enfield-Virus eingefangen, lässt er einen nur schwer wieder los. Jedenfalls komme ich in diesem Jahr zu meiner ersten Royal Enfield - und die auch noch in meiner Lieblingsfarbe Athena-Gray. Aber gleichzeitig erlebe ich auch die nicht untypischen Höhen und Tiefen im Leben eines Enfield-Fahrers.

Nach dem nicht wirklich erfolgreichen gestrigen Schraubereinsatz steht natürlich am nächsten Tag, also heute, ein neuer Versuch an.

Über vier Wochen steht die Bullet jetzt in der Werkstatt und wartet auf den endgültigen Zusammenbau.

Leider sehr mieses Novemberwetter an diesem Wochenende und ich verzichte auf eine nass-kalte Ausfahrt. Nicht jedoch verzichte ich auf die Beschäftigung mit der Enfield und da habe ich einiges vor.

Durch meine unkoordinierten Zündungs- und Vergaserarbeiten an der Bullet bin ich seit Wochen nicht zum Fahren gekommen – und das Bollern und Scheppern fehlt schon sehr.

Kein Tag zum Fahren heute, deshalb gehts ein paar Stunden in die Werkstatt zur Enfield.

Es ist zum Heulen: Ich komme zu nichts mehr! Einfach keine Zeit, bis spät abends in der Firma – wann soll ich da meinen Fuhrpark warten und pflegen, vom Fahren gar nicht zu reden.

Kurz nach dem Österreichurlaub hat mich doch wahrhaftig eine böse Erkältung erwischt. Deshalb und zusätzlich wegen des extrem schlechten Wetters während der gesamten Woche bin ich keinen Meter zum Fahren gekommen. Statt dessen aber zu einer ebenfalls sehr wichtigen Angelegenheit, nämlich zu Elektrik-Schraubereien an der Bullet.

Angeregt durch eine Frage im Enfield-Forum und das freundliche Angebot von Atomo, sich das Problem einmal live anzuschauen, bin ich an diesem Mittwoch gegen Mittag nach Kirchhain gefahren.

Nachdem ich die Enfield ja schon fast als Urlaubsmaschine für die Steiermark in Erwägung gezogen habe (ernsthaft!), leide ich nach 14 Bullet-freien Tagen schon ein wenig unter Entzug.

Bereits vor dem Urlaub mit den Rotaxen in der Steiermark hatte ich ein paar Teile für die Enfield bestellt oder anderweitig beschafft.